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Schnell wachsende Fläche für biologischen Weinbau Spanien liegt mit 58.000 Hektar weltweit vorne

PRESSEMITTEILUNG

Düsseldorf, Dezember 2011.

 

Spanien bietet beste Voraussetzungen für den biologischen Weinbau. Das Klima ebenso wie die Böden ermöglichen es den Winzern fast überall qualitativ hochwertiges Lesegut hervorzubringen. Die Durchschnittshöhe des Landes liegt bei etwa 625 über NN. Diese Situation sorgt auf den beiden Hochebenen, welche den Großteil der spanischen Rebflächen beherbergen, für ein extremes Kontinentalklima. Bei hoher Sonneneinstrahlung und wenig Niederschlag stehen die Rebberge auf kargen, mit wenig organischem Material durchsetzten Böden, die Pilz- und Schädlingsbefall in normalen Jahren auf eine Minimum reduzieren. Über die Winter kommt es zudem zu starkem Frost, der dem Überleben vieler Schädlinge entgegenwirkt.

Doch nicht nur im Hochland von Alt- und Neukastilien setzt sich der biologische Traubenanbau durch. Auch im gesamten Osten der Halbinsel von Katalonien bis Murcia entstehen immer mehr Bio-Weinbaubetriebe, die das dort herrschende trockene mediterrane Klima in ihrem Sinne für sich nutzen. Gerade das Hinterland der Küstenstreifen mit seinen teilweise semiariden Landschaften bietet ein großes Potenzial. Dies hat dazu geführt, dass die biologisch bewirtschafteten Rebflächen stark zugenommen haben und sich der Wein aus biologischem Anbau nach den „grünen“ Olivenölen zur zweitwichtigsten landwirtschaftlichen Bio-Produktgattung Spaniens entwickelt hat.

Die größte Fläche für Wein aus biologischem Anbau

 

Spanien besitzt heute in absoluten Zahlen die größte Bioweinanbaufläche der Welt. Im Dezember 2010 wies das Land rund 58.000 Hektar Bio-Rebfläche aus und liegt damit inzwischen deutlich vor Italien und Frankreich. Auch prozentual gesehen schiebt sich das Land ganz nach vorne. Legt man eine Rebfläche von 852.000 Hektar zugrunde, dann beläuft sich der biologisch bearbeitete Anteil auf 6,8 Prozent, ein Wert, der nur von Österreich übertroffen wird. Experten rechnen auch weiterhin mit einem kräftigen Anstieg der spanischen Bio-Rebflächen, da sich eine stattliche Anzahl an Weinbergen in der Umstellung befindet. Schon von 2008 auf 2009 haben einige Regionen ihre Rebflächen mit biologischer Bewirtschaftung verdoppeln können. Bis Ende 2011 wird ein weiterer Schub erwartet. Stärkste Region in Sachen

biologischer Bewirtschaftung im Weinberg ist die südlich von Madrid gelegene Großregion Kastilien-La Mancha, die rund 30.000 Hektar aufweist. Mit 10.675 Hektar bzw. 5.454 Hektar folgen Murcia und Valencia, im Anschluss Katalonien (4.585 Hektar) und die westspanische Region Extremadura (1.735 Hektar). Neben kleinen Erzeugern setzten erstaunlicherweise gerade die Genossenschaften verstärkt auf biologischen Anbau. Für das Zentralgebiet südlich der Hauptstadt bedeutet dies auch einen stark wachsenden Anteil an hochwertigen Bio-Fassweinen, die auf dem Weltmarkt immer stärker nachgefragt werden. Kastilien-La Mancha zählt momentan 60 eingetragene Bodegas gegenüber 49 im Vorjahr. Bei der Anzahl der Erzeuger liegt Katalonien mit 86 Kellereien ganz vorne. Diese Zahlen sagen jedoch nichts über die Menge der Weinbauern aus die biologisch arbeiten, sondern betreffen nur die Abfüller. Ein Beispiel: Während auf der nördlichen Hochebene in der Region Kastilien & León 27 Bodegas aktiv sind, weist der eingesetzte Kontrollrat mit Sitz in Valladolid, Consejo de Agrícola Ecologica de Castilla y León (CAECyl) 78 „Traubenproduzenten“ mit kontrollierten Weinbergen in biologischem Anbau aus. Die Anzahl aller spanischen Bio-Kellereien lag zu Beginn des Jahres 2011 bei knapp 470, Bio-Weinbauern gibt es jedoch bedeutend mehr. Momentan sind für die Kontrolle der eingetragenen Traubenproduzenten und Kellereien 26 Einrichtungen zuständig, die in der Regel direkt den regionalen Landwirtschaftsministerien unterstellt sind. Andalusien und Kastilien-La Mancha beschäftigen dagegen private Kontrollunternehmen.

Das Angebot spanischer Weine aus biologischem Anbau ist aufgrund der unterschiedlichen Klimata und Rebsorten sehr vielseitig. Viele der neueren Erzeuger zählen zu den Besten des Landes, die Weinmacher zur Crème de la Crème ihres Fachs. Weine aller Stile und Preisklassen finden sich heute unter dem Gütesiegel für biologischen Anbau. Während im feuchten Nordwesten noch wenige Betriebe eingetragen sind, erlebt der biologische Weinbau beispielsweise in Katalonien einen beeindruckenden Boom. Dabei sind dort nicht nur die kleinen und mittelständischen Kellereien wie Albet i Noya oder Parés Baltá engagiert. Auch Torres hat schon über 500 Hektar seiner Weinberge umgestellt. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass sich gerade auch Spitzenweinmacher zunehmend der Biodynamik zuwenden. Drei der wohl berühmtesten Namen des spanischen Weinbaus stehen für diese Tendenz, so Ricardo Palacios im Bierzo, Peter Sissek in Ribera del Duero und Telmo Rodríguez, der in zahlreichen Anbaugebieten aktiv ist. Der biodynamische Gedanke, der auf den Lehren Rudolf Steiners beruht, gewinnt in Spanien zunehmend an Bedeutung. Rückenwind bekommt der biodynamische Anbau in Spanien natürlich durch die hervorragenden Bewertungen für die Weine vieler biodynamischer

Betriebe. Nicht nur die obengenannten Stars ernten internationale Anerkennung sondern auch Erzeuger wie Terroir al Limit oder Mas d´en Gil aus dem Priorat, Jimínez Landi und Bodegas Canopy aus Méntrida bei Toledo oder Adrada Ecológica und Campos Góticos in Ribera del Duero. Genaue Angaben über die Anzahl der Winzer, die ihre Weinberge biodynamisch bewirtschaften liegen nicht vor. Es kann jedoch von knapp 50 Erzeugern ausgegangen werden, von denen rund 30 inzwischen zertifiziert sind.

Friedrich Schatz, Vorreiter der Biodynamie und Erfolgswinzer in den Bergen von Málaga, prognostiziert dem biodynamischen Weinbau in Spanien eine große Zukunft: „Biodynamie im Weinberg weist die notwendigen Lösungen für die Probleme auf, die beispielsweise der Klimawandel mit sich bringt. In unseren Anlagen ist deutlich zu spüren, wie die Pflanze überraschend flexibel auf die sich ändernden Klimaverhältnisse reagiert und in trockenen Jahren ihren Wasserhaushalt beispielsweise weitestgehend selbst reguliert. Aber auch in feuchten Jahren wie 2011 mobilisiert unser Weinberg eigene Abwehrkräfte, um dem Pilz- und Schädlingsbefall entgegenzutreten. Biodynamie ist nicht die Antwort auf alles, aber sie stellt einen Weg dar, hohe Qualität in solch extremen Witterungsverhältnissen, wie sie Spanien aufweist, auf schonende und nachhaltige Weise zu erreichen.“

Pressekontakt:

Pablo Calvo                                                    Sonja Overhage-Mrosk

Leiter Abteilung Wein                                       Weinakademikerin – stellv. Leiterin Abteilung Wein

SPANISCHE WIRTSCHAFTS- und HANDELSABTEILUNG

Spanisches Generalkonsulat

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Die Heimat der Verdejo: Hier herrschen raue Sitten

Die Heimat der Verdejo: Hier herrschen raue Sitten

  Klima
 Klima, (Höhen)Lage und Böden der D.O. Rueda fordern    den Trauben viel ab, prägen aber gleichzeitig ihren  speziellen Charakter. Spätfrost im Frühjahr,
Sturm und Hagel in der Blüte- und Reifezeit, Trockenheit im Sommer: Das harte Kontinentalklima mit atlantischen Einflüssen erzeugt in Rueda extreme Witterungsbedingungen. Den kalten Wintermonaten, folgt ein kurzer, kühler Frühling mit häufigen Frösten im Mai. Die Sommer sind kurz, dafür umso heißer und niederschlagsarm. (Im gesamten Jahr fallen ohnehin nur etwa 500 mm, der überwiegende Anteil davon im Frühjahr und Herbst.)

Lage
Ruedas Weinberge befinden sich auf der windigen Duero-Hochebene,
größtenteils in der Provinz Valladolid, aber auch in Segovia und Ávila. Die
kargen, durchlässigen Böden sind kalkhaltig, arm an organischen Nährstoffen,
aber reich an Kalzium. Während in der kastilischen Hochebene lehmig-sandige
Böden mit geringer Humusdecke dominieren, werden sie in unmittelbarer Flussnähe
eher kiesig.

Böden

Die Anbauflächen nahe dem Duero Fluss und seinen Nebenflüssen befinden sich
im Schnitt etwa auf 550 – 700 Metern Höhe, andere liegen auch auf 950 Metern
und höher. Aufgrund des kontinentalen Klimas und begünstigt durch die Höhenlage
kommt es etwa 2600 – 2800 Stunden im Jahr zu direkter, intensiver
Sonneneinstrahlung und gleichzeitig zu ausgeprägten Tag-Nacht-Unterschieden von
bis zu 25 Grad Celsius – was die Fruchtigkeit und die Säurewerte die
Verdejo-Weine der D.O. Rueda positiv beeinflusst.
Trotz ihrer südlichen Herkunft und den vielen Sonnenstunden weisen die
Weißweine so Eigenschaften kühl gewachsener Qualitäten auf.

Redaktion:
Informationsbüro D.O. Rueda
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Habichtstr. 41
22305 Hamburg
Tel: +49 (0) 40 611 356-40
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Informationen:
Consejo Regulador de la Denominación de Origen Rueda
C/ Real, 8
47490 Rueda (Valladolid)
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Tel: +34 983 868248
www.dorueda.com
export@dorueda.com

Frühester Lesebeginn seit Bestehen der D.O. Rueda

Verdejo war besonders früh reif.

Mit einem Rückgang der Lesemasse um eine Million auf 75 Millionen Kilogramm Trauben im Vergleich zum Vorjahr ist die Ernte in Rueda erfolgreich zu Ende gegangen. Es war eine der frühesten in der Geschichte der D.O: Die Winzer begannen mit der Lese bereits am 23. August, die letzten Trauben wurden am 7. Oktober eingebracht. Der Vegetationszyklus begann in diesem Jahr durch ein warmes Frühjahr bereits sehr früh, denn März und April waren ungewöhnlich warm, so dass sich bereits Knospen bildeten. Die starke, trockene Hitze im August und September begünstigten dann die schnelle Reifung der Trauben und beschleunigten den Leseprozess.
Die frühe Lese wirkte sich jedoch durchaus positiv auf die Qualitäten aus: Die
Trauben befinden sich in sehr gutem sanitären Zustand, sind optimal und mit
guten Säurewerten gereift. Antonio Lubiano, zweiter Direktor des Instituts für
Agrartechnologie Kastillien und León (ITACyL), sprach gegenüber Radio
Televisión de Castilla Leóna von „einer der besten Ernten“ in der Geschichte
der Region in Bezug auf die außerordentliche Qualität der Trauben. Diese sei
noch besser als in den anderen Jahren, aufgrund des „perfekten Gleichgewichtes“
zwischen Mostgewicht und Säuregehalt.
Der überwiegende Teil der Ernte, nämlich 98 Prozent, sind traditionell weiße
Rebsorten. Innerhalb dieser spielt die Verdejo mit über 83 Prozent die größte
Rolle, gefolgt von der Viura (10 Prozent), der Sauvignon Blanc (6 Prozent). Die
Palomino Fino nimmt inzwischen nicht einmal 1 Prozent der Fläche ein. Die
Anbaufläche der D.O. wuchs erneut um knapp 900 Hektar auf 12.600 Hektar an.
Dabei ist auf fast 10.000 Hektar die autochthone Rebsorte Verdejo gepflanzt,
auf 1.900 die weiteren weißen Sorten Sauvignon Blanc, Palomino und Viura, die
restliche Fläche wird von roten Trauben beansprucht
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Informationsbüro D.O. Rueda
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